Der Gamechanger: dein mehrsprachiges Mindset

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Mit Abstand ds wichtigste, das ich in den letzten 3 Jahren über mehrsprachiges Familienleben gelernt habe, ist, folgendes: mit der richtigen Haltung der Eltern kann sich binnen weniger Wochen alles ändern.

Was meine ich mit der richtigen Haltung?

Kennst du das? Du kochst ein dreigängiges Menü, alle Gäste sind super glücklich und loben deine Kochkünste, die Teller werden leergegessen und es wird um Nachschlag gebeten. Das Auberginenpürree hatte genau den richtigen rauchigen Geschmack, die gefüllten Zucchini waren nicht zu weich, nicht zu fest, sondern genau richtig und das Schokomousse war nicht zu süß und nicht zu herb. Und alle haben sich richtig wohlgefühlt, viel gegessen, getrunken, geplaudert und sind bis zum späten Nachmittag am Tisch sitzen geblieben.

Herrlich, oder? Echt ein Grund zum Feiern.

Für dich nicht so wirklich: das Salatdressing war nämlich zu ölig, das selbstgebackene Brot ist eine Spur zu braun geworden und bei der Nachspeise hast du völlig vergessen, das extra dafür eingekaufte vegane Schlagobers dazu anzubieten.

Und das sind genau die drei Dinge, die dir sofort in den Kopf schießen, wenn du an dieses Essen denkst.

Es ist völlig menschlich

Läuft etwas nicht zu 100% so, wie wir uns das in unserem Kopf ausmalen, dann fokussieren wir uns oft genau auf das, was nicht läuft. Wir schauen auf all das, was wir gerne hätten und nicht haben, anstatt all das zu sehen, was bereits da ist.

Dein Kind versteht dich zwar, aber antwortet dir nie auf Deutsch? Da stimmt etwas nicht.

Du bist heute wieder nicht zu 100% in deiner Sprache geblieben? Das kann nicht gut gehen.

Dein Kind kann noch immer nicht alle Vergangenheiten richtig bilden? Das wird es wohl nie lernen.

Die Crux an der Geschichte: je mehr du auf diese Dinge achtest, desto größer werden sie. Und desto größer wird bei dir der Frust. Du beginnst dir so lange vorzusagen, dass das mit der Mehrsprachigkeit mit euch sowieso nicht klappt, dass das nie werden wird, bis du es glaubst.

Nur geht es dabei nicht nur um dich, sondern auch um dein Kind. Und Kinder sind Seismographen. Die spüren ganz genau, wenn du ungeduldig und unzufrieden wirst, wenn du mehr von ihnen erwartest, als sie zu geben bereit oder in der Lage sind.

Und das verleidet ihnen die Freude an der Sprache. Nicht einmal unbedingt bewusst. Mit großer Sicherheit könnten sie das gar nicht benennen. Aber es läuft im Hintergrund immer mit und macht die Mehrsprachigkeit insgesamt immer schwerer.

Die Haltung ändern

Schlagwörter wie Fülle oder abundance sind aber nicht umsonst so groß geworden in den letzten Jahren. Denn es macht einen Unterschied, wie wir die Welt rund um uns herum wahrnehmen.

Wie Tony Robbins seit Jahrzehnten nicht müde wird zu sagen: where focus goes, energy flows. Das, worauf wir uns fokussieren, das wird auch in und um uns größer.

Und nirgends habe ich das so drastisch vor Augen geführt bekommen wie in der Arbeit mit den Eltern, die Zuhause nicht die Ergebnisse in der Mehrsprachigkeit bekommen, die sie sich wünschen.

Was geschieht, wenn sie die Haltung ändert

Angela hatte immer gedacht, das mit Deutsch, das würde schon von selbst kommen. Sie müsse bloß mit den Kindern reden, und dann wird das bestimmt.

Ihre Realität sah nur ganz anders aus. Angelas größtes Problem war, dass ihre Kinder Deutsch einfach nicht sprechen wollten.

Als ich Angela kennenlernte, war sie, gelinde gesagt, not amused. Von Geburt an hat sie, in Madrid lebend, mit ihren Kindern nur Deutsch gesprochen. Nur zurückgekommen ist so gut wie nichts. 7 Jahre lang.

SIEBEN!

Alles von den Kindern auf Spanisch. Mal hier ein “Saft”, mal dort ein “nein” (was sonst?), aber viel mehr war nicht drin. 

Angela hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben, als sie zu mir kam.

Das zugrundeliegende Problem

Schnell stellte sich heraus, was Angelas tatsächliche Herausforderung war: Ihre Haltung dem fehlenden Fortschritt gegenüber und damit auch die Rolle, die Deutsch in ihrem Leben Madrid spielte.

Deutsch lief nebenher. Es war zwar selbstverständlicher Teil des Alltags, aber es gab keine besonderen Aktivitäten mehr, die die Sprache zusätzlich unterstützen. Keine verbindenden Momente, keinen Fokus mehr darauf.

Und noch wichtiger: Angela hatte sich über die Jahre immer mehr darauf konzentriert, was die Mädchen alles nicht machten und nicht konnten. Verständlich. Nur die Stimmung, die litt darunter, die Kinder spürten das und die Motivation Deutsch zu sprechen, hatte damit keine Chance.

Angela hat sich entschieden, im Mulitlingual Booster Club das Ruder zu wenden. Sie war 100% commited und all in.

Die Veränderung

Nach 2 Wochen hat ihr ihre 6jährige Tochter ein Spiel auf Deutsch erklärt. Und nach 3 Wochen kam der erste Satz ihrer älteren Tochter.

Nach insgesamt 7 ganzen Jahren mit wenig bis gar keinem deutschen Output.

Mittlerweile sprechen beiden Mädchen viel und gerne Deutsch, waren in zwei Sommercamps in Österreich und konnten sich problemlos verständigen.

Was hat Angela gemacht?

Sie hat eine Entscheidung getroffen, mir vertraut und, vor allem, ihren Fokus verändert. Sie hat begonnen zu sehen, was die Mädchen bereits alles können und hat darauf aufgebaut.

Success builds on success.

Angela hat sich mit allen Komponenten des Multilingual Booster Clubs auseinandergesetzt und sich voll drauf eingelassen.

Sie hat sich meine täglichen Inputs gelesen, sie hat sich in der Online Community aktiv beteiligt, sie war in allen Gruppencalls und hat mit mir gemeinsam ihren Alltag nach zu ihr und ihren Kindern passenden Möglichkeiten durchforstet, Deutsch aufzuwerten. Und sie ist in die sofortige Umsetzung gegangen.

Commit. Act. Celebrate.

Bist du bereit, diese Veränderung zu beginnen? Dann sei in der nächsten Runde des Multilingual Booster Clubs dabei und erlebe, wie auch dein Kind sprachlich aufzublühen beginnt.

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